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am 11. Februar 2014

Probleme mit dem 260er in Brunn

Sabine Hiermann - Fehlende Kundenorientierung der "VOR" bringt Probleme!

I WART‘ AUF AN BUS ABER . . .

KUNDENSERVICE A LA "VOR"

Busausfälle und Verspätungen sind die Folge einer Vergabe an ein Unternehmen, das den Anforderungen an ein modernes Kundenservice nicht gewachsen ist.

Bereits im August 2013 sickerten Gerüchte durch, dass der VOR Änderungen bei der Buslinie 260 plant und die Linie entweder gänzlich eingestellt bzw. nicht mehr bis nach Hietzing geführt werden soll. Die Grünen aus Brunn, Mödling, Maria Enzersdorf, Perchtoldsdorf und Hietzing gaben daraufhin eine Pressekonferenz, um auf die geplante Verschlechterung aufmerksam zu machen. Seitens des VOR wurde heftig dementiert. Mitte Dezember gab der VOR dann die geänderte Streckenführung der Linie 260, die drastisch gekürzt wurde, bekannt. Statt vom Bahnhof Mödling direkt nach Hietzing zu fahren ist jetzt in Siebenhirten Endstation. Um nach Hietzing zu gelangen benötigt man jetzt drei statt einem Verkehrsmittel, mehrmaliges Umsteigen und Wartezeiten inklusive!

Eine Optimierung des Services für die Kunden, so will es der VOR verkaufen. Als wäre dies nicht schon ärgerlich genug, fiel die Vergabe auf ein Busunternehmen, das jeglicher Beschreibung spottet. Das Anbringen der neuen Fahrpläne bei den Haltestellen erfolgte erst im Jänner. Die Anzeige an der Front der Busse funktioniert teilweise jetzt noch nicht, kaum zu entziffernde Pappschilder geben Auskunft über das Ziel der Reise. Zur weiteren Verwirrung der Fahrgäste führten die ausländischen Kennzeichen und Unhöflichkeit dürfte ein Aufnahmekriterium für Busfahrer bei diesem Unternehmen sein. Auch kam es schon vor, dass ein Fahrer kurzerhand die Route änderte und Stationen ausließ, weil er spät dran war. So manch ein wartender Fahrgast wurde bei der Haltestelle ignoriert. Erst wildes Gestikulieren, lautes Schreien und hinter dem Bus herrennen bewegte den Fahrer dann doch stehen zu bleiben. Umgekehrt kann es auch passieren, dass man den Bus nicht mehr verlassen kann, weil die Türen nicht aufgehen oder sie öffnen sich während der Fahrt und können nicht mehr geschlossen werden. Längere Fahrtunterbrechungen und Verspätungen sind die Folge. Die absolute Pointe an der nicht wirklich lustigen Kabarettnummer: so manch ein Fahrer war am Anfang mit der Strecke nicht vertraut und hat sich verfahren! Einzig positiver Aspekt: in den Bussen gab es bis vor Kurzem keine Kassa, so war der „Spaß“ wenigstens gratis. Die Bearbeitung der mittlerweile zahlreichen Beschwerden erfolgt beim Busunternehmen folgendermaßen: man wird der Lüge bezichtigt. Die Busfahrer selber greifen manchmal zu drastischen Maßnahmen, der Fahrgast wird kurzerhand aus dem Bus verwiesen. Es ist daher den Verantwortlichen des VOR dringendst anzuraten, die Vergabe an dieses Busunternehmen zurückzuziehen und eine neue Ausschreibung zu tätigen. An der Fehlentscheidung die Linie zu kürzen, halten die Verantwortlichen stur fest und erweisen sich wieder einmal als nicht zukunftsorientiert.

Ihre Umweltgemeinderätin
Sabine Hiermann