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am 28. September

Die nächsten 5 Jahre sind entscheidend!

Alexandra Wolfschütz - Christian Brunner war zu Gast in Vösendorf und berichtete über den aktuellen (Still-)Stand der österreichischen Klimapolitik und was nun dringend zu tun ist.

GRin Alexandra Wolfschütz, NRin Christiane Brunner und GR Peter Köck

Christiane Brunner, Bereichssprecherin des Grünen Parlamentsklubs für Umwelt, Klimaschutz und Energie sowie Tierschutz, hielt am 26.9.2017 im Freskensaal des Schlosses Vösendorf einen spannenden Vortrag über Klimaschutz und Ökostromgesetz.

Kosten des Klimawandels

Christiane Brunner betonte in ihrem Vortrag:“ Wenn wir nicht schnell wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen, wird der Klimawandel in Österreich bis 2050 dramatische Klimaschäden in Milliardenhöhe - 8,8 Milliarden Euro - verursachen.“ Erste markante Auswirkungen sind in den vergangenen Jahren weltweit sehr deutlich sichtbar geworden. In Österreich gab es heuer Überschwemmungen und Vermurungen, Dürre und Ernteeinbußen sowie Gletscherschmelze.

Klimaschutzvertrag

Um das Ziel des Klimaschutzvertrages von Paris nicht zu verfehlen, dürfte ab 2050 aus fossilen Brennstoffen kein CO2 mehr emittiert werden. Dadurch würde der verbindlich vereinbarte Maximalwert von 2 Grad Temperaturanstieg eingehalten werden. Wenn wir so weitermachen wie derzeit und den Kimawandel in Österreich weiter ignorieren, würden wir einen globalen Temperaturanstieg von etwa 3,7 Grad erreichen. Mit noch verheerenderen Auswirkungen als wir sie derzeit bereits verzeichnen.

Politisches Handeln dringend notwendig

Leider ist Österreich in den letzten Jahren von einem Umwelt-Vorzeigeland zum absoluten Nachzügler geworden. Eine große Anzahl an Anträgen der Grünen zu diesem wichtigen Thema wurden in den letzten Jahren im Umweltausschuss des Parlaments vertagt. Während andere europäische Länder den dringenden Handlungsbedarf verstanden haben und Maßnahmen setzten, ist in Österreich Stillstand. Unsere CO2- Emissionen sind heute auf dem gleichen Stand wie 1990, wogegen diese im gleichen Zeitraum in der EU um 24% gesunken sind.

Daher ist sofortiges Handeln angesagt. Es ist wichtig, dass die Förderung von fossilen Energieträgern endlich gestrichen wird und ein Umdenken hin zu erneuerbaren Energien stattfindet.

Gefördert werden müssen öffentliche Mobilität, Thermische Sanierung und neue Technologien sowie Investitionen in eine zukunftsweisende Infrastruktur. Eine vernünftige Klimapolitik ist eng mit Sozial und Wirtschaftspolitik verknüpft. Kosten und Nutzen werden sich hier die Waage halten, denn diese Maßnahmen würden einen positiven Effekt auf die Allgemeinheit haben und 600.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die nächsten fünf Jahre und insbesondere die Zeit der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018 werden entscheidend sein, ob die dringend erforderliche Weichenstellung gelingt!

Die neue Regierung muss handeln!​