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am 2. Juli

Gedenkwanderung am 15. Juli

- Wandern Sie mit uns zum Gedenkstein bei der Predigerstuhlwiese

Wir, die Grünen Kaltenleutgeben, laden Sie ein zur Wanderung zum Gedenken an die Opfer des 15. Juli 1934​ auf die Predigerstuhlwiese. Gedenken Sie mit uns jenen, die dem Faschismus Widerstand leisteten und sich für Freiräume jenseits der herrschenden Normen einsetzten. Niemals Vergessen!​

Bei der Wanderung handelt es sich ​um eine parteiübergreifende Veranstaltung zu der ALLE herzlich eingeladen sind.

Gedenkwanderung
SA, 15.7.2017,
Treffpunkte:
10.15 Uhr Flösselgasse/Ecke Hauptstraße Kaltenleutgeben
12 Uhr Predigerstuhlwiese

Geschichtlicher Hintergrund:

Am 15. Juli 1934 war die Sozialdemokratische Partei bereits aufgelöst und ihre Tätigkeit illegal. Dennoch organisierten die GenossInnen aus Liesing und Umgebung eine Versammlung auf der Predigerstuhlwiese. Als die junge Rosa Jochmann mit den Worten: „Unsere Versammlung ist ein glühender Beweis dafür, dass man Menschen wegen ihrer Gesinnung wohl verfolgen, dass man aber den Geist nicht töten kann. In uns lebt die Überzeugung, dass wir wiederkommen werden“ mit ihrer Rede begann, brachen aus dem Wald die Ortswehren der Heimwehr hervor und eröffneten das Feuer. Die Fahnenträger Hans Fröhlich und Richard Lehmann brachen tödlich getroffen zusammen, andere TeilnehmerInnen wurden verletzt. Die entsetzte Menge flüchtete in den schützenden Wald.

"Johann (Hans) Fröhlich, Schlossergehilfe, und Richard Lehmann - beide aus Wien-Liesing - Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterjugend und des Wehrsports (Jugendorganisation des Republikanischen Schutzbundes) waren bei der Kundgebung der Revolutionären Sozialisten für die Opfer des 15. Juli 1927 (Justizpalastbrand) am 15. Juli 1934 auf der Predigerstuhlwiese Fahnenträger. Bei dieser illegalen Gedenkveranstaltung hielt u. a. die führende Funktionärin der Revolutionären Sozialisten, Rosa Jochmann, eine Rede. Exekutivorgane des „Ständestaates“ lösten die Versammlung gewaltsam auf und töteten Fröhlich und Lehmann."
(Niemals vergessen, in: Dein Bezirk und Du, Nr. 10–11/2004, S. 8; Unvergessen, in: Der sozialdemokratische Kämpfer, Nr. 10–11–12/2004, S. 12​).​

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