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am 7. August 2015

Grünes Wanderkino in Guntramsdorf 2016

Monika Hobek-Zimmermann - Rund 150 Interessierte strotzten den Temperaturen beim Grünen Wanderkino in Guntramsdorf. Im Anschluss an den Film stand Kurt Langbein (Regie) für Fragen zur Verfügung. Danke an die Grüne Bildungswerkstatt NÖ, die uns dies finanziell ermöglichte.

(v.l.n.r.) Franz Tichawa, GR Hannes Pressler, gf GR Monika Hobek-Zimmermann mit Sohn Leandro, Brigitte Rönig und Hannes Luttenberger (Attac Mödling) vor einem Teil der 100 gepflanzten Obstbäumen der Gemeinde Guntramsdorf

150 BesucherInnen bei sonnenbetriebenem Wanderkino in Guntramsdorf

Landraub als Fluchtgrund für Wirtschaftsflüchtlinge

Am Freitag letzte Woche schockierte der Film "Landraub" im Guntramsdorfer Rathauspark ca. 150 BesucherInnen des grünen Wanderkinos der Kulturinitiative Mödling organisiert von den Grünen Guntramsdorf und Attac Mödling. Der Film wurde heuer mit Sonnenenergie durch die mobile PV-Anlage Sundrops von Peter Frey von First Level Solar betrieben.

Anschließend fand das Filmgespräch mit Kurt Langbein (Regie) gesponsert durch die Grüne Bildungswerkstatt NÖ statt. Gf. GR Monika Hobek-Zimmermann (GRÜNE Guntramsdorf) moderierte durch den Abend. "Mich schockierte vor allem, dass immer noch die Meinung vorherrscht, dass die Weltbevölkerung nur durch große Agrarindustriebetriebe ernährt werden kann." Der Film widerlegte diesen Irrglauben, denn Kleinbauern produzieren 10x mehr als sie Energie verbrauchen. Die Agrarindustrie dagegen verbraucht 10x mehr Energie als sie produziert. Leider wird dieses Ammenmärchen immer noch künstlich am Leben erhalten, da damit Unmengen an Geld verdient werden kann. 200.000 Hektar Land betreibt unsere Agrarindustrie außerhalb der EU. Die Flächen werden den ansässigen Kleinbauern teils rechtlich legal abgekauft, teils geraubt. Letztendlich endet beides darin, dass Menschen, die vor Verkauf ihres Landes an die Agrarindustrie gut von dem selbst Angebauten leben konnten, nach dem Verkauf wenn sie Glück haben, für einen Hungerlohn arbeiten müssen, der zum Ernähren ihrer Familie nicht ausreicht, oder wenn sie Pech haben, nicht einmal unterbezahlte Arbeit finden.

Am Schluss des Filmgesprächs stand die große Frage, was wir als Konsumenten zur Verbesserung der Situation beitragen können. Einerseits ist es wichtig regional und saisonal einzukaufen, und Projekte wie Urbanfarming, Urbangardening, etc. zu unterstützen, um der eigenen Bevölkerung leistbares Biogemüse und Obst anbieten zu können bzw. ihr die Möglichkeit zu bieten, biologische Nahrungsmittel selbst anzubauen und zu ernten. Das hilft aber den Menschen vor Ort nicht, dafür braucht es Partnerprojekte wie sie Guntramsdorf z.B. als Klimabündnis-Gemeinde betreibt. Unser Ziel ist es, Menschen dabei helfen, sich selbst zu helfen.

Warum dieses Thema so wichtig ist? Kurt Langbein im Filmgespräch ist überzeugt, dass die Flüchtlingswelle als Folge der Missstände in der Agrarindustrie alles bisherige in den Schatten stellen wird.

Foto: v.l.n.r.: Franz Tichawa, GR Hannes Pressler, gf. GR Monika Hobek-Zimmermann mit Sohn Leandro, Brigitta Rönig (Team Grüne Guntramsdorf) mit Hannes Luttenberger von attac Mödling vor einem Teil der 100 Obstbäumen, die heuer in Guntramsdorf für die GuntramsdorferInnen von Mag. Georg Hödl, dem Permakultur-Profi (leider nicht am Foto) gepflanzt wurden.

Junge Grüne Bezirk Mödling unterstützen beim Buffet